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Debre Markos (Äthiopien)

Debre Markos liegt im Hochland von Äthiopien auf 2500m Seehöhe. Dort existierte noch aus der italienischen Besatzungszeit ein altes Krankenhaus mit einer einfachen Augenabteilung.

Von Rotary International wurde Debre Markos als förderungswürdiges Hospital ausgewählt und kontinuierlich finanziell und personell unterstützt. 2006 wurde eine komplett neue Augenabteilung eröffnet, die zu den modernsten und bestausgestattetsten im Lande zählt.

Unser Team fuhr erstmals 2002 auf eine Operationskampagne nach Debre Markos um Erblindeten das Augenlicht wiederzugeben.
Mehrere weitere Projekte, darunter die Renovierung der Abima Elementary Schule, werden seither von uns mitbetreut.

Alltag in Debre Markos

Die Stadt und ihre Bewohner

Debre Markos entsprach 2002 trotz geschätzter 50.000 Einwohner mehr einem riesigen Dorf als einer typischen Stadt. Auf den Strassen verkehrten wenig Autos, die Hauptfortbewegungsmittel waren aus Autoreifen, einer alten Autoachse und Holzgestängen zusammengeschraubte Pferdetaxis. Die Höhelage von 2500m, die Temperaturunterschiede von Tag und Nacht bzw. der Staub waren für uns anfangs gewöhnungsbedürftig. Unsere Unterkunft war das Shebel-Hotel; Stromabschaltungen waren an der Tagesordnung, das größere Problem war aber das manchmal für Tage fehlende (Wasch-)wasser, aus Tanks wurde dann in Kübeln Ersatz herbeigebracht. Essen und Trinken gab in ausreichender Menge und Qualität.
2002 war man als Weißer noch eine gewisse Besonderheit, was man sofort an den in Scharen herbeilaufenden Kindern merkte, die mit großer Aufregung unsere Haut und vor allem Doris rot gefärbte Haare befühlten, und uns Ausländer von weitem mit lauten "You! You!" Rufen ankündigten
Zentral gelegen der Markt, wo man allerlei Dinge bekommt - angefangen von Nahrungsmittel über Kleidung, Tiere aller Art, Weihrauch und leider auch Flöhe.
Jedes Jahr trifft man mehr Weisse auf den Strassen, meistens KollegInnen aus anderen Hilfsprojekten. Aber auch die Touristen und die Hotel werden mehr.
2007 wurde mit dem Bau einer Universität für Landwirtschaft und Marketing begonnen, daher findet man immer mehr Studenten in Debre Markos.

Injera als Hauptnahrungsmittel

Entlang der Strassen waren die Blech- bzw. Erdhütten gebaut, die eine Mischung aus Wohnraum, Stall und manchmal einem kleinen Geschäft darstellten. Es riecht nicht unangenehm nach einer Mischung von verbranntem Eukalyptus-Holz, Weihrauch und Kaffee. In den Hauseingängen bereiten die Frauen das Injera vor, eine Art Fladenbrot und als Hauptnahrungsmittel geeignet für jede Tageszeit.