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Debre Markos 2005

1.12. - 16.12. 2005


Leider ging bei der Anreise wieder ein großes Gepäckstück mit medizinischem Equipment in Frankfurt verloren, wir entschieden nicht zu warten, da wir ausreichend Material für einige Tage hatten. Das  Frachtgut wurde erst eine Woche später nach Debre Markos nachgeschickt.
Wir konnten dank unseren Spendern neuerlich ein hochwertiges Kautergerät beschaffen und mitnehmen. Beim Zoll verhandelten wir bis 2 Uhr nachts bezüglich der Einfuhr, schließlich wurde der Zollbeamte überzeugt, und wir konnten das wichtige Op-Gerät mitnehmen.
Die Anreise nach Debre Markos wird jedes Jahr besser und kürzer, nur die Strasse durch das Niltal ist noch aus Schotter.

Dr. Yilkal wurden die medizinisches Mitbringsel übergeben. Bei unserer Ankunft warteten bereits viele Patienten auf medizinische Versorgung. Unser  äthiopischer Kollege hat bereits für die kommenden zwei OP-Wochen genügend Patienten vorgemerkt, darunter viele chirurgisch anspruchsvolle Fälle.
Inzwischen sind wir schon sehr vertraut mit der Umgebung im Krankenhaus. Auch wenn vor allem im Pflegepersonal eine hohe Fluktuation besteht, treffen wir viele Freunde und Helfer wieder und freuen uns auf die gemeinsame Arbeit. Debre Markos ist inzwischen unser zweites medizinisches Zuhause geworden.

Auch ein neuer Krankenhaus-Direktor wurde uns vorgestellt, der uns Unterstützung zusicherte.

2005 konnten wir wieder gemeinsam viele Patienten operieren (diesmal 297 Operationen in 2 Wochen), somit haben wir in unseren 4 Einsätzen bereits über 1000 Patienten operativ versorgt!

Von Rotary Deutschland wurde nun aufgrund des Erfolges der Bau einer neuen Augenabteilung beschlossen und die Finanzierung gesichert. Diese Entscheidung hat weitreichende Folgen, da Debre Markos dadurch ein wichtiges Zentrum für eine qualitativ hochwertige augenheilkundliche Versorgung darstellen wird. Die Pläne für das neue Gebäude sind sehr vielversprechend, im kommenden Jahr wird Baubeginn sein.

Eine große Freude bereitete uns das zügige Fortschreiten unseres zweiten Großprojekts, dem Neubau der Abima Elementary Schule. Die Errichtung der drei Schulblöcke für insgesamt 24 Klassen hat bereits begonnen, wir haben uns vor Ort vom Fortschritt des Projekts überzeugt, und waren beeindruckt von der Qualität der Bausubstanz und dem Eifer der dort arbeitenden Menschen.